Was bedeutet die Prozentzahl?

Die Prozentzahl entspricht dem Anteil an wesentlichen Aufgaben (Tätigkeiten) in diesem Beruf, die theoretisch schon heute von Computern oder computergesteuerten Maschinen ausgeführt werden könnten. In der Forschung spricht man hierbei vom Substituierbarkeitspotenzial des Berufes. Welche Tätigkeiten für einen Beruf wesentlich sind, haben Berufsexperten im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit (BA) für die knapp 4.000 Berufe, die im Job-Futuromat abrufbar sind, auf Basis von Ausbildungsordnungen oder Stellenausschreibungen herausgearbeitet.

Dengler und Matthes (2015) haben für jede Tätigkeit ermittelt, ob sie heute schon ersetzbar wäre oder nicht. Dabei ging es ausschließlich um die technische Machbarkeit. Das Substituierbarkeitspotenzial des Berufes ergibt sich, wenn man die Anzahl der ersetzbaren Tätigkeiten eines Berufes durch all seine Tätigkeiten insgesamt dividiert und mit 100 multipliziert.

Dass eine Tätigkeit als ersetzbar eingestuft wurde, heißt nicht, dass sie tatsächlich in den nächsten Jahren automatisiert wird. Möglicherweise ist die menschliche Arbeit hier wirtschaftlicher, flexibler oder von besserer Qualität. Ebenso können rechtliche oder ethische Hürden einer Automatisierung entgegenstehen. Auch in Berufen mit einem hohen Substituierbarkeitspotenzial – selbst von 100% – ist es somit möglich, dass viele Tätigkeiten weiterhin von Menschen erledigt werden.

Die Einschätzung, ob eine Tätigkeit ersetzbar ist oder nicht, ist eine Momentaufnahme. Das heißt, auch in Berufen mit einem niedrigen Substituierbarkeitspotenzial – selbst von 0% – ist es gut möglich, dass in Zukunft Tätigkeiten ersetzbar sein werden, von denen wir uns heute noch nicht vorstellen können, dass sie einmal von Maschinen, Robotern oder Computerprogrammen ausgeführt werden.

Wenn Tätigkeiten tatsächlich ersetzt werden, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ein Beruf dadurch verschwindet. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass sich die in diesem Beruf zu erledigenden Tätigkeiten verändern: Während die ersetzbaren Tätigkeiten Maschinen ausführen, gewinnen die nicht-ersetzbaren Tätigkeiten für den Menschen an Bedeutung, und es kommen neue zu erledigende Tätigkeiten hinzu. Eine kontinuierliche berufliche Weiterbildung wird daher immer wichtiger.

Berufe im Job-Futuromat

Der Job-Futuromat enthält Informationen für 3.950 Einzelberufe (Stand Oktober 2016). Dies sind alle in Deutschland bekannten Berufe gemäß der Expertendatenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit (BA).

In der Statistik und der Forschung werden diese Einzelberufe nicht „Berufe“, sondern „Kernberufe“ genannt, hinter denen nochmals mehr als 20.000 Berufsbezeichnungen stehen. Sie werden in der sogenannten Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) zu Berufsgattungen, Berufsgruppen und anderen übergeordneten Kategorien zusammengefasst. Dabei werden jeweils Berufsbezeichnungen zusammengefasst, für die sich die Fähigkeiten und Kenntnisse ähneln, die für die Ausübung des Berufes relevant sind.



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Wie ändern die Schieberegler die Automatisierbarkeit?

Wenn Sie den Job-Futuromat für einen Beruf neu aufrufen, wird die Automatisierbarkeit für den ausgewählten Beruf – in der Forschung spricht man hierbei vom Substituierbarkeitspotenzial - berechnet. Dabei hat jede Tätigkeit den gleichen Einfluss – sie wird gleich stark gewichtet. Dies entspricht der anfänglichen Mittelstellung aller Schieberegler.

Da im realen Arbeitsalltag nicht alle Tätigkeiten gleich häufig ausgeübt werden, können Sie deren Häufigkeit mit den Schiebereglern anpassen:

Wird der Schieberegler nach rechts verschoben, bedeutet dies, dass diese Tätigkeit häufiger ausgeführt wird; wird er nach links verschoben, wird die Tätigkeit seltener ausgeführt. Das Substituierbarkeitspotenzial steigt, wenn eine ersetzbare Tätigkeit häufiger ausgeübt wird, und sinkt, wenn sie seltener ausgeübt wird. Demgegenüber sinkt das Substituierbarkeitspotenzial, wenn eine nicht-ersetzbare Tätigkeit häufiger ausgeübt wird; und steigt, wenn sie seltener ausgeübt wird.

Ist das Substituierbarkeitspotenzial in dem ausgewählten Beruf 0%, haben die Schieberegler keinen Einfluss: Denn dann sind sämtliche Tätigkeiten in einem Beruf nicht ersetzbar. Auch eine Neugewichtung der Tätigkeiten ändert dann das Substituierbarkeitspotenzial nicht.

Ist das Substituierbarkeitspotenzial in dem ausgewählten Beruf 100%, bewirken die Schieberegler ebenfalls nichts, denn auch eine Neugewichtung der Tätigkeiten ändert nichts daran, dass alle Tätigkeiten theoretisch ersetzbar sind.

Der Job-Futuromat berücksichtigt nur die wesentlichen Tätigkeiten, die in dem ausgewählten Beruf üblicherweise zu erledigen sind. In Ihrem Job können neben diesen auch andere Tätigkeiten eine Rolle spielen. Da auch sie das Substituierbarkeitspotenzial beeinflussen, sollte das Ergebnis des Job-Futuromat nicht als Prognose dafür missverstanden werden, wie wahrscheinlich es ist, im eigenen konkreten Job durch Computer oder computergesteuerte Maschinen ersetzt zu werden.



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Was bedeuten die Zahlen zur Anzahl der Beschäftigten?

Die Anzahl der Beschäftigten umfasst sowohl Voll- als auch Teilzeitjobs (mit Auszubildenden). Gezählt werden nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Für Berufe mit einem hohen Anteil Selbstständiger, Beamter oder Minijobber kann die Zahl der Menschen, die einen Beruf ausüben, deutlich höher liegen.

Die Daten stammen von der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) und basieren auf den Meldungen der Arbeitgeber. Sie gelten jeweils für den 31. Dezember des jeweiligen Jahres.

Die Angaben beziehen sich nicht auf einzelne Berufe, sondern auf sogenannte Berufsgattungen. Die knapp 4.000 Berufe, die sich über das Suchfeld des Job-Futoromat finden lassen, werden zu etwa 1.200 Berufsgattungen zusammengefasst. Der Statistik der Bundesagentur für Arbeit liegen die Beschäftigtenzahlen nur für diese Berufsgattungen vor, nicht für einzelne Berufe.

Gab es in einem Jahr weniger als drei Beschäftigte in einer Berufsgattung, werden aus Datenschutzgründen keine Daten angezeigt.



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Was bedeuten die Zahlen zum „mittleren Gehalt“?

Mit mittlerem Gehalt ist das mittlere monatliche Bruttoarbeitsentgelt gemeint, ausgewiesen als sogenannter Median. Es wird für alle sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in einer Berufsgattung (ohne Auszubildende) berechnet. Es beruht auf den Bruttojahresarbeitsentgelten, die die Arbeitgeber zum 31. Dezember eines Jahres an die Statistik der Bundesagentur für Arbeit melden (siehe Methodenbericht). Für Berufe mit einem hohen Anteil Selbstständiger oder Beamter können die Werte hiervon abweichen.

Median heißt, dass die Hälfte aller Beschäftigten ein monatliches Entgelt unterhalb des Median-Wertes erzielt, und die andere Hälfte ein Entgelt darüber.

Individuelle Entgelte können zuweilen stark vom Median abweichen. Darum wird zusätzlich der Schwankungsbereich um den Median herum angegeben, innerhalb dessen 50 Prozent aller Entgelte liegen. Das untere Ende entspricht dem ersten Quartil (der Grenze zwischen dem ersten und zweiten Viertel aller in dieser Berufsgattung Beschäftigten); das obere Ende entspricht dem dritten Quartil (der Grenze zwischen dem dritten und vierten Viertel aller in dieser Berufsgattung Beschäftigten).

Übersteigt das monatliche Bruttoentgelt eines Vollzeitbeschäftigten die sogenannte “Beitragsbemessungsgrenze”, wird es von der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht exakt erfasst. Liegt das Entgelt bei mehr als der Hälfte aller Beschäftigten über dieser Grenze, lässt sich der Median nicht berechnen. In diesen Fällen wird nur die Beitragsbemessungsgrenze angegeben. Sie ändert sich jährlich und lag 2015 bei 5.200 € pro Monat.

Die Angaben beziehen sich nicht auf einzelne Berufe, sondern auf sogenannte Berufsgattungen. Die knapp 4.000 Berufe, die sich über das Suchfeld des Job-Futoromat finden lassen, werden zu etwa 1.200 Berufsgattungen zusammengefasst. Der Statistik der Bundesagentur für Arbeit liegen die monatlichen Bruttoarbeitsentgelte nur für diese Berufsgattungen vor, nicht für einzelne Berufe.

Gab es in einem Jahr Entgeltangaben für weniger als 1.000 Beschäftigte in einer Berufsgattung, werden keine Entgelte angezeigt, da die Statistik der Bundesagentur für Arbeit deren Berechnung als nicht verlässlich einstuft.



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Der Arbeitsalltag dieses Berufs besteht im Wesentlichen aus
verschiedenen Tätigkeiten,
davon und somit % könnten schon heute Roboter übernehmen. Was bedeutet die Prozentzahl?

Mehr Details zu diesem Beruf bei der Bundesagentur für Arbeit

Die Automatisierbarkeit in diesem Beruf ist


durch Roboter erledigt werden könnten.
Automatisierbarkeit:
üblicher Beruf:
in Ihrem Job:
%

Passen Sie Ihr Job-Profil an

und beobachten Sie, wie sich die Automatisierbarkeit ändert. Wie ändern die Schieberegler die Automatisierbarkeit?

Sie können Ihr Job-Profil
Ihrem Job-Alltag anpassen.

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Wie häufig führen Sie in Ihrem Job-Alltag die folgenden Tätigkeiten aus?
Wie häufig benötigen Sie die folgenden Kenntnisse?
Stellen Sie die Häufigkeit mit den Schiebereglern ein!

Die Automatisierbarkeit in Ihrem Beruf ändert sich jedoch nicht, da derzeit in Ihrem Beruf keine Tätigkeiten von Robotern übernommen werden könnten. Allerdings entwickeln sich Technologien weiter. Es ist möglich, dass auch in Ihrem Beruf zukünftig Tätigkeiten von Robotern übernommen werden, die bislang nur vom Menschen erledigt werden können.
Die Automatisierbarkeit in Ihrem Beruf ändert sich jedoch nicht, da alle in Ihrem Beruf auszuübenden Tätigkeiten von Robotern übernommen werden könnten.
Allerdings wird in der Realität eher nicht automatisiert, wenn die Arbeit des Menschen wirtschaftlicher, flexibler oder von besserer Qualität ist.
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Wie entwickelt sich Ihr Job?
Entwicklung der Beschäftigtenzahlen
Beschäftigte
(sozialversicherungspflichtig)
Was bedeuten die Zahlen zur Anzahl der Beschäftigten?

Entwicklung der mittleren Monatsgehälter
Mittleres Gehalt
monatlich brutto
Was bedeuten die Zahlen zum mittleren Gehalt?

Quellen und Methode
Der Job-Futuromat basiert auf den berufskundlichen Informationen für etwa 4.000 Einzelberufe. Sie stammen aus der Expertendatenbank BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese enthält für alle in Deutschland bekannten Berufe unter anderem Informationen über die üblicherweise zu erledigenden Tätigkeiten.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat für jede dieser Tätigkeiten ermittelt, ob sie automatisierbar ist oder nicht (siehe Studie von Dengler/Matthes 2015). Daten zur Zahl der Beschäftigten und zu den Bruttomonatsgehältern stammen von der Statistik der BA. Mehr zu Daten und Methodik auf unserer Frage-und-Antwort-Seite!